CORONA-PANDEMIE

Teilhabe am Arbeitsleben

Lebenshilfe Nienburg pachtet Obstplantage in Leese

Die Lebenshilfe Nienburg geht unter die Obstbauern. Elstar, Boskoop, Rubinette, Santana und viele andere leckere Apfelsorten wachsen seit Jahren schon auf dem „Oehmer Feld“ der Raiffeisengenossenschaft in Leese. Anfang des Jahres hat die Lebenshilfe die Regie übernommen und eine rund 4,7 Hektar große Tafelobstplantage gepachtet.

„Wir schaffen damit ein völlig neues Arbeitsgebiet“, sagt Detlef Ahnefeld, Geschäftsbereichsleiter Bildung und Arbeit. Bis zu acht Menschen mit Behinderung werden die Plantage bewirtschaften, Bäume pflegen, schneiden, mulchen und zurzeit noch brachliegende Flächen unter anderem mit Strauchobst kultivieren. „Als Lebenshilfe Werkstatt betreten wir im wahrsten Sinne Neuland“, sagt Ahnefeld. Landwirtschaft ist für eine gemeinnützige Einrichtung ein nicht alltägliches Arbeitsgebiet.

„Wir freuen uns sehr darüber, mit diesem neuen naturnahen Arbeitsfeld Menschen mit Behinderung eine weitere Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben anbieten zu können. Zudem können wir Kita-Kindern, den Bewohnern und Bewohnerinnen unserer Wohneinrichtungen sowie unseren Mitarbeitenden Themen wie Nachhaltigkeit, ökologischer Landbau und Umweltschutz näherbringen. Sie können hier Natur erleben, Obst pflücken und einfach Natur genießen.“

Naturnahe Arbeitsplätze für bis zu acht Menschen mit Behinderung

Die Umstellung von konventionellen auf ökologischen Anbau steht auf der Prioritätenliste ganz oben. „Das ist uns sehr wichtig“, betont Ahnefeld. Pro Jahr rechnet die Lebenshilfe mit einem Ertrag von rund 30 Tonnen. Das Tafelobst wird unter anderem im benachbarten Raiffeisenmarkt, in Hofläden und in Supermärkten verkauft sowie im eigenen Café Lespresso in den hausgemachten Kuchen verarbeitet.

Ein Großteil der Ernte soll später als Apfelsaft in den Handel kommen. Auch die beliebten Selbstpflücktage im September will die Lebenshilfe anbieten.

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