Zusatzqualifikation

Betriebliche Sozialberatung:
Psychosoziale Gesundheit und Arbeitszufriedenheit fördern

Ob Suchterkrankungen, finanzielle Probleme, Trennungen, Tod oder Pflegebedürftigkeit von Familienangehörigen – private Krisen belasten auch den Arbeitsalltag. Um körperlich und psychisch gesund und somit beruflich leistungsfähig zu bleiben, brauchen viele Menschen professionelle Unterstützung. Hier setzen betriebliche Sozialberater und Sozialberaterinnen an. Sie helfen ihren Kolleginnen und Kollegen, stärken ihre Motivation und Arbeitszufriedenheit und fördern präventiv die psychosoziale Gesundheit.

Diesen Weg schlägt auch Steff Glandorf ein. In den vergangenen 14 Jahren setzte sich die Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin im Sozialdienst der Lebenshilfe Nienburg für die persönlichen und beruflichen Belange der betreuten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nienburger Werkstätten ein. Jetzt erweitert sie ihr Arbeitsgebiet. Seit Juni dieses Jahres absolviert sie bei der SOPRA Hannover und dem Bildungswerk ver.di eine Zusatzqualifikation zur betrieblichen Sozialberaterin.

Mit der Fortbildungsmaßnahme schafft die Lebenshilfe Nienburg die Voraussetzung dafür, ihr Angebot für das Personal auszubauen. So kann die künftige Sozialberaterin im Rahmen der Gesundheitsförderung das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) begleiten, um langfristig erkrankte Beschäftigte wieder in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Die Qualifizierungsmaßnahme wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) im Rahmen des Programms “Europa für Niedersachsen” gefördert. Die Zusatzausbildung erstreckt sich über ein Jahr und endet im April 2022. Der ESF ist eines der wichtigsten Förderinstrumente der EU; er soll dabei helfen, wirtschaftliche und soziale Unterschiede zwischen den EU-Regionen auszugleichen.

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