Down-Syndrom

Große Fortschritte mit der richtigen Förderung

Katharina (2) und Maja (5) besuchen die Kita Löwenzahn der Lebenshilfe Nienburg. Die beiden Mädchen haben das Down-Syndrom. Trisomie 21 ist bei ihnen unterschiedlich ausgeprägt, doch Maja und Katharina machen große Fortschritte. Sie zeigen, wie gut sich gezielte Förderung und spielerisches Lernen ergänzen können.

Gemeinsam spielen und lernen in der Kita Löwenzahn (v.li.): Kita-Leiterin Marnie Kronshage, Katharina, Maja und Malin.

Große Fortschritte mit der richtigen Förderung

Bei Menschen mit Down-Syndrom ist das 21. Chromosom dreifach vorhanden, daher der Name: Trisomie 21. Noch vor wenigen Jahrzehnten galten diese Menschen als schwerstbehindert. Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben hatten sie kaum, Fördermöglichkeiten waren dürftig.

Das ist heute anders. Die Lebenshilfe Nienburg beispielsweise hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit und für Kinder mit Down-Syndrom. Marnie Kronshage, Leiterin der Kita Löwenzahn: „Bei kleinen Kindern mit Trisomie 21 kann man nicht sagen, wie ihr Lebensweg aussehen wird. Er kann über die Regelschule bis zur Eingliederung im ersten Arbeitsmarkt gehen. Auf jeden Fall kann man mit der richtigen Förderung große Fortschritte erzielen.“ Wie bei Katharina und Maja.

"Je eher ein Kind mit Down-Syndrom gefördert wird und je mehr Kontakt es zu anderen Kindern hat, desto besser ist die Entwicklung."

Maja ging bis vor einem Jahr in die heilpädagogische Kleingruppe. Inzwischen ist die Fünfjährige in die Integrationsgruppe gewechselt. Die besteht aus 18 Kindern, davon vier mit besonderem Förderbedarf. „Der Wechsel war möglich, weil sich Maja so prima entwickelt“, freut sich Kronshage. Vor einem Jahr konnte sie kaum alleine stehen, inzwischen läuft sie schon durch die Kita. „Das Miteinander ist für ihre Entwicklung immens wichtig. Kinder orientieren sich an anderen und versuchen das, was ein anderes Kind macht, nachzuahmen.“

“Das Miteinander ist für die Kinder immens wichtig”: Malin, Maja, Katharina (v. li.) und Kita-Leiterin Marnie Kronshage.

Je eher ein Kind mit Down-Syndrom gefördert werde und je mehr Kontakt es zu anderen Kindern habe, desto besser, sagt die Kita-Leiterin. Bestes Beispiel ist Katharina: Sie ist zwei Jahre alt und kam bereits im Sommer vergangenen Jahres in die Kita Löwenzahn. Die Kleine ist neugierig und freundlich, will überall dabei sein. Sie entwickelt sich rasant. Kronshage: „Katharina ist ein Zwilling. Sie hat das Down-Syndrom, ihre Schwester Johanna nicht. Aber beide gehen in dieselbe Gruppe, beide sind natürlich auch zuhause zusammen und lernen ständig voneinander.“ In der Kita bekommen Maja und Katharina zusätzlich Krankengymnastik und Sprachtherapie. Eine große Entlastung für die Eltern, die dafür bislang mehrmals in der Woche nach Hannover fahren mussten. Auch den Kindern fällt die Therapie in den vertrauten Kita-Räumlichkeiten leichter. Außerdem können sie Freunde mitnehmen, was wiederum Fortschritte begünstigt.

Unsere Kitas in Nienburg und Stolzenau
Veröffentlicht am: