LebensPunkt

Lebenshilfe Nienburg eröffnet Beratungs- und
Schulungszentrum in der Nienburger Innenstadt

Austausch, Beratung, Orientierung, Weiterbildung, Inklusion – dafür steht der LebensPunkt in der Nienburger Altstadt. Anfang Mai eröffnete die Lebenshilfe Nienburg ihr neues Beratungs- und Schulungszentrum.

Neues Beratungs- und Schulungszentrum in der Lange Straße 9 in Nienburg: LebensPunkt wird zur zentralen Anlaufstelle für das Angebot der Lebenshilfe Nienburg.

„Komm‘ zum Punkt“ – eine Redewendung, in der gemeinhin Ungeduld mitschwingt, – wird künftig zur Einladung. „Mit unterschiedlichen Beratungs- und Schulungsangeboten möchten wir im LebensPunkt Klarheit und Orientierung bieten“, betonte Lebenshilfe-Geschäftsführer Frank Ruthenkolk am vergangenen Mittwoch im Rahmen der offiziellen Eröffnung. „Wir richten uns an Betreute und ihre Angehörigen, an Menschen mit Beeinträchtigung, die Unterstützung suchen, an Fachkräfte in Schulen und Kitas, aber auch an die breite Öffentlichkeit.“ Ziel sei es, punktgenau interne und externe Bedarfe abzudecken und LebensPunkt zu einem Ort des Dialogs, der Wissensvermittlung, der Begleitung und Unterstützung zu machen.“

„Mit unterschiedlichen Beratungs- und Schulungsangeboten möchten wir im LebensPunkt Klarheit und Orientierung bieten.“ Frank Ruthenkolk, Geschäftsführer der Lebenshilfe Nienburg, bei der offiziellen Eröffnung am vergangenen Mittwoch.

LebensPunkt

  • Beratungsangebote (Einzel-/Gruppenberatung)
  • Tagesangebote/Tagesstruktur für Klienten
  • Selbsthilfegruppen
  • Vorträge und Seminare (intern/extern)
    für Eltern, Betreuungspersonen, Fachkräfte
  • Schulungen/Berufliche Bildung
  • Klausurtagungen
  • Veranstaltungen der Kreisvereinigung Lebenshilfe Nienburg/Weser e.V.

Gelebte Inklusion und Netzwerkarbeit

Die Lebenshilfe Nienburg ist der größte Sozialdienstleister in der Region. Rund 500 Fachkräfte begleiten etwa 1500 Menschen in allen Lebensphasen. „Inklusion und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Respekt und Anerkennung für Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Angehörigen – das ist der Kern unserer Arbeit“, sagte Ruthenkolk. Daher sei es auch ein großes Anliegen gewesen, das neue Angebot im Stadtkern Nienburgs zu platzieren. Mit den umliegenden Einrichtungen wie der Tagesstätte in der Mühlenstraße, der Wohngruppe in der Neuen Straße, die Sozialberatung und dem Familienunterstützenden Dienst in der Lange Straße und dem Café Lespresso sind wir schon seit vielen Jahren Teil des öffentlichen Lebens. Mit LebensPunkt machen wir einen weiteren Schritt in den Alltag und können auch all jene ansprechen, die die Lebenshilfe besser kennenlernen und wissen möchten, was wir machen und wie wir arbeiten.“ Das sei im besten Sinne Sozialraumorientierung und gelebte Inklusion.

Neues Beratungs- und Schulungszentrum in der Lange Straße 9 in Nienburg: LebensPunkt wird zur zentralen Anlaufstelle für das Angebot der Lebenshilfe Nienburg.

„Mit jetzt 28 Einrichtungen sind wir im ganzen Landkreis vertreten. Von der Frühförderung, Kitas und Schulbegleitung über die Berufsbildung bis zu individuellen Arbeits-, Wohn- und Freizeitangeboten decken wir unterschiedlichste Bedürfnisse und Lebensbereiche ab“, ergänzte Gabriele Friebe, Geschäftsbereichsleiterin Familie Wohnen Assistenz. So vielfältig wie die Lebenshilfe, so facettenreich werde auch das Angebot im LebensPunkt sein. „Wir werden hier Informationen rund um die Lebenshilfe bündeln, Erstberatung und Orientierung bieten und Kontakte zu Fachkräften unserer Einrichtungen vermitteln.“ Dazu kommen die praktischen Vorzüge.

„LebensPunkt bietet die Möglichkeit, in Netzwerken zu arbeiten, Betroffene oder Angehörige zusammenzubringen und Selbsthilfegruppen anzubieten.“ Gabriele Friebe (rechts), Geschäftsbereichsleitung Familie Wohnen Assistenz, im Gespräch mit Kreisrätin Kathrin Woltert und Nienburgs Bürgermeister Jan Wendorf.

„LebensPunkt steht für kurze Wege“, sagte Friebe. „Durch die zentrale Lage im Herzen Nienburgs können uns Menschen mit Beeinträchtigung, ihre Familien und Betreuungspersonen, schnell und barrierefrei erreichen. Weiterer Vorteil: Mit LebensPunkt erweitert der Sozialdienstleister sein Angebot, das bereits seit einigen Jahren in der Lange Straße vertreten ist. Im ersten Obergeschoss des roten Klinkerhauses am Spargelbrunnen ist die Sozialberatungsstelle untergebracht. Zudem koordinieren Fachkräfte von hier aus die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, das Freizeitangebot für Menschen mit Beeinträchtigung und das Ambulant Betreute Wohnen.

Vorträge, Fortbildungen und Gruppenangebote

Vor allem das Miteinander stehe bei LebensPunkt im Vordergrund. „Corona hat gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch ist“, betonte Friebe. „LebensPunkt bietet die Möglichkeit, wieder mehr in Netzwerken zu arbeiten, zum Beispiel Betroffene oder Angehörige zusammenzubringen und Selbsthilfegruppen anzubieten. Bereits Mitte Mai starten wir mit einem Elterntreff zum Thema Autismus. Vor allem aber können wir den fachlichen Austausch mit externen Fachkräften fördern.“ Die Arbeit in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen stelle das Fachpersonal vor immer neue Herausforderungen. Entwicklungsverzögerungen und Verhaltensauffälligkeiten nehmen stetig zu, auch Autismus-Spektrums-Störungen werden häufiger diagnostiziert. „Mit fachlicher Beratung und Fortbildungen möchten wir gezielt unterstützen und die Qualität der Arbeit weiterentwickeln.“

Darüber hinaus sollen die Räume auch für Schulungen des eigenen Personals und ehrenamtlicher Kräfte, für Dienstbesprechungen und Workshops genutzt werden. Last but not least werden im LebensPunkt regelmäßig Vorträge zu gesellschaftlich relevanten Themen angeboten. Interessenten können sich schon jetzt zu den Themen Erbrecht und Behindertentestament (22. Juni), Autismus (31. August) und Demenz (14. September) anmelden.

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