Gemeinsam Lernen

16.08.2018

Seit dem Sommersemester 2012 findet am Institut für Sonderpädagogik in der Abteilung „Allgemeine Behindertenpädagogik und Soziologie“ das Seminar „Gemeinsam Lernen“ statt. Es richtet sich an Studierende der Sonderpädagogik, die gemeinsam mit Menschen mit Behinderung darin arbeiten.

Die Seminargruppe besteht aus zehn bis zwölf behinderten und zwölf bis 18 studentischen Teilnehmenden.
Das Seminar besteht aus folgenden Elementen:


  • Ein Vorbereitungskurs für Teilnehmende mit Handicap: Die Universität und universitäre Arbeitsformen kennenlernen.
  • Ganztägige Seminarsitzungen.
  • Ein dreitägiges Kompaktseminar mit Übernachtungen.
  • Projektgruppen bearbeiten selbst gewählte Themen und stellen die Ergebnisse öffentlich vor.

Ziel ist es, allen Beteiligten inklusive Lernerfahrungen zu vermitteln.
In diesem Jahr wurde zum Thema Demokratie und Politik gearbeitet. Es wurden Plakate, Vorträge und Broschüren erstellt. Die Themen der Projektgruppen waren:


1. Vermeidung von Plastikmüll
2. Flucht
3. Antisemitismus (Judenfeindlichkeit)
4. Diskriminierung in der Musik
5. Atomkraft
6. Inklusion beim Wohnen
7. Inklusion in der Musik

Aus dem Wohnheim an der Ernstingstraße in Nienburg nahmen Petra Kracht und Kareen Lohmeyer teil. Petra Kracht beschäftigte sich in ihrer Projektgruppe mit dem Thema Vermeidung von Plastikmüll. In der Gruppe wurden ein Plakat entwickelt und ein Stick besprochen, der es auch Menschen, die nicht lesen können, ermöglicht, die Ergebnisse zu hören.


Kareen Lohmeyer hatte ein ganz besonders schwieriges Thema in der Projektgruppe zu bearbeiten. Die Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema Judenfeindlichkeit.
Gemeinsam besuchte man das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen, sprach mit einem jüdischen Geistlichen (Rabbiner) in Hannover und verglich Formen des Judenhasses früher und heute.
Für Kareen Lohmeyer war es sehr schwer zu verstehen, warum sich Menschen so feindlich gegenüber anderen verhalten. Wer mehr erfahren möchte, kann unter "www.gemeinsamlernen.uni-hannover" die Ergebnisse der Projektgruppen ansehen.

Kareen Lohmeyer, Zweite von rechts, bei der öffentlichen Präsentation in der Uni in Hannover.

 
 
 

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