Sensible Kunst mit eindringlicher Botschaft

18.04.2018

„Grenzen im Kopf“ als Wettbewerbsbeitrag der Lebenshilfe Nienburg gGmbH Unter dem Motto „Ganz plastisch“ hat die Lebenshilfe Bundesvereinigung zu einem Wettbewerb aufgerufen: Ziel ist, das Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Ausgrenzung in einer Skulptur einzufangen.

Wie immer, ist die Perspektive entscheidend: „Grenzen im Kopf“ heißt die Skulptur, mit der sich die Gruppe „Handwerkliche Grundlagen, kreatives Gestalten“ aus der „Bildungs-BASIS“ der Lebenshilfe Nienburg gGmbH am Bundeswettbewerb „Ganz plastisch“ beteiligt.


Vorn, dem Leben und der Zukunft zugewandt, ist die Figur lichtgolden. Auf den filigranen Verästelungen, die dem stabilen Rumpf entspringen, tummeln sich fröhlich winzige Gestalten. Quer über den Scheitel des Mischwesens verläuft unvermittelt eine durch einen Zaun überdeutlich markierte Grenze zur hinteren, nachtschwarzen Seite. Auch dort gibt es kleine Figürchen, doch denen geht es augenscheinlich lange nicht so gut wie ihren Gegenübern vorn. Während die meisten auf der dunklen Seite sich fast zwangsläufig immer mehr von der hellen Seite zu entfernen scheinen, hat eines begonnen, mutig den hohen Zaun zu überklettern.




„Grenzen im Kopf“ drückt bildhaft aus, was die Kreativ-Gruppe der Lebenshilfe Nienburg gGmbH so formuliert: „Menschen sollten mehr zusammenhalten. Sie sollten keine Angst voreinander haben, auch wenn manche eine Behinderung haben und andere nicht. Wir sollten einander helfen!“ Es ist kein Zufall, dass sich auf der hellen wie auf der dunklen Seite der Skulptur Figuren mit und ohne Handicap finden: Gemeinsam kann das Leben Spaß machen, können Probleme überwunden werden. „Die Grenze in der Mitte des Kopfes steht für die Vorurteile, die eben nur schwer zu überwinden sind“, so die Gruppe.


Gerade in der Begleitung solcher Projekte setzt die Lebenshilfe Nienburg gGmbH gern Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) ein. „Bufdis sind bei uns immer willkommen“, sagt Hella Cordes-Tietz, Leiterin der „Bildungs-BASIS“. „Die jungen Leute arbeiten aktiv mit und können gleichzeitig praktische Erfahrungen für Studium und Beruf sammeln.“


Ob das Werk der Lebenshilfe Nienburg gGmbH bei der Siegerehrung im September zu den Lieblingen der Berliner Jury zählen wird, bleibt abzuwarten. Gelohnt hat sich die sechswöchige Arbeit auf jeden Fall, sind sich die Künstlerinnen und Künstler einig.

Ihr Werk soll bei der Lebenshilfe Nienburg gGmbH einen Ehrenplatz bekommen.


 
 
 

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