BASF baut Zusammenarbeit mit Lebenshilfe Nienburg aus

29.05.2018

Seit fast 20 Jahren arbeitet BASF bei der Katalysatoren-Produktion mit der Lebenshilfe Nienburg gGmbH zusammen. Nun hat der größte Chemiekonzern der Welt die Zusammenarbeit ausgebaut und einen weiteren Schritt in der Katalysatoren-Produktion an die Lebenshilfe Nienburg vergeben.

Ehe sie in Autos, Lkws oder Motorrädern ihre Wirkung entfalten können, werden Katalysatoren in einem Tauchbad mit einer speziellen Suspension beschichtet. Damit diese beim Tauchen nicht ins Innere der filigranen Rohsubstrate gelangt, müssen die Katalysatoren „verstöpselt“, also verschlossen, verdichtet, werden. Sicher und zuverlässig geht das bislang nur händisch.


Die Substanz aus dem Tauchbad ist teuer, da sie unter anderem Edelmetalle enthält. Seit 19 Jahren sorgen Mitarbeitende der Lebenshilfe Nienburg - Werkstatt „P.U.R.“ (Produktion, Umwelt und Rehabilitation) dafür, dass kein Material verloren geht: Sie bürsten überflüssige Restbestände der Beschichtung überall dort von den Katalysatoren, wo sie sich noch auf deren Außenhaut befinden. So werden wertvolle Edelmetalle zurückgewonnen. Der Werkleiter des BASF-Katalysatorenwerks in Nienburg, Dr. Martin Kraum, ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit: „Seit vielen Jahren arbeiten wir vertrauensvoll mit der Lebenshilfe Nienburg zusammen. Daher freut es mich umso mehr, dass wir diese Zusammenarbeit noch weiter ausbauen können.“


Die Lebenshilfe Nienburg hat nun auch den Auftrag bekommen, die Katalysatoren vor dem Tauchen zu verstöpseln. Das geschieht in der Werkstatt am Nienburger Bruchweg. An Montagetischen mit drehbarer Platte, sogenannten „Rondellen“, arbeiten jeweils drei Beschäftigte aus der Werkstatt: Die angelieferten Rohsubstrate werden entpackt, kontrolliert, auf den Tischen verstöpselt, noch einmal kontrolliert, wieder verpackt und per Lebenshilfe Nienburg-Fahrdienst entweder direkt zu BASF oder in deren Logistikzentrum transportiert. Die speziellen Montagetische hat BASF zur Verfügung gestellt.


Zuständig für den Auftrag ist Ralf Möhrling, kommissarischer Leiter der Werkstätten Nienburger Bruchweg und „P.U.R.“: „Entscheidend ist das 100-prozentig genaue Arbeiten. Wir kontrollieren jedes einzelne Werkstück, ehe es unsere Hallen verlässt. Wir arbeiten just in time. Und unsere Beschäftigten sind stolz darauf, dass die von ihnen bearbeiteten Produkte auf allen Straßen Europas zu finden sind.“


Die Lebenshilfe Nienburg arbeitet für zahlreiche Unternehmen aus Handwerk und Industrie. „Ein solcher Auftrag und noch dazu von einem Kunden wie der BASF ist aber etwas Besonderes“, räumt Ralf Möhrling freimütig ein. „Das ist für uns auch eine planerische und logistische Herausforderung. Aber es ist nicht nur ein toller Auftrag – er macht den Leuten auch Spaß. Und es ist ein hervorragendes Team-Projekt! Denn da an jedem Montagetisch immer drei Leute arbeiten, kann man sich bei den Arbeitsschritten abwechseln, man achtet aufeinander, nimmt Rücksicht und trainiert die Arbeit in der Gruppe.“

 
 
 

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