CORONA-PANDEMIE

Heilpädagogische Frühförderung

Chance auf ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben

Maja hat das Down-Syndrom. Die Vierjährige besucht die heilpädagogische Kleingruppe der Kindertagesstätte „Löwenzahn“. Bereits mit einem Jahr kam sie zur Frühförderung. Das hat ihr sehr geholfen. „Kinder mit Down-Syndrom durchlaufen wie alle Kinder alle Entwicklungsschritte, jedoch in ihrem eigenen Tempo. Sie benötigen Anregungen und Unterstützung in ihrer Entwicklung”, sagt Kita-Leiterin Marnie Kronshage.

Jedes Kind wird von den Eltern zur Kinder-Vorsorgeuntersuchung begleitet. Wird dabei eine drohende Behinderung festgestellt oder fällt den Eltern oder den Mitarbeiterinnen in der Krippe eine mögliche Entwicklungsstörung auf, sollten Eltern sich an die Offenen Hilfen der Lebenshilfe Nienburg wenden. Dort werden die Eltern beraten, wie sie weiter vorgehen sollten und welche Fördermaßnahmen für ihr Kind bestehen. „Je früher die Förderung beginnt, desto mehr Defizite können ausgeglichen werden. In vielen Fällen kann so verhindert werden, dass aus einer Entwicklungsverzögerung überhaupt eine Behinderung wird“, sagt Kronshage.

„Je früher ein Kind gefördert wird, desto besser.“
Marnie Kronshage, Leiterin der Kita Löwenzahn

Durch Krankengymnastik, Sprach- und Ergotherapie beispielsweise hat Maja gute Chancen auf ein selbstbewusstes und weitgehend selbstbestimmtes Leben. „Darum ist es auch so wichtig, dass die Eltern die Frühförderung eben auch früh in Anspruch nehmen“, sagt Kronshage. Im August dieses Jahres wechselte Maja von der Kleingruppe in eine der Integrationsgruppen der Kita. Dort werden jeweils 14 „Regelkinder“ und vier Jungen und Mädchen mit besonderem Förderbedarf gemeinsam betreut. Da Kinder gern und viel voneinander lernen, gehen Marnie Kronshage und ihre Kolleginnen von einer weiterhin guten Entwicklung aus. Im Mittelpunkt aller Förderung steht die Freude am Leben. Besonders bei Menschen mit Down-Syndrom ist die Sozialkompetenz besonders stark ausgeprägt.